Jeder kennt die großen schönen Laster, die einen Großteil der Gastronomie im Rhein-Main-Gebiet mit mediterranen Köstlichkeiten versorgen. Darauf steht der Name eines Mannes, dessen Erfolgsgeschichte sich liest wie ein Roman und dessen Ziel es ist, unser Leben ein wenig genußvoller zu machen Guido Giovo.

Wenn man Guido Giovo in seinem Büro in Mühlheim besucht, wird man empfangen von einem Team, das wie eine Familie wirkt. Das mag zum einen sicher daran liegen, daß sein Sohn Daniele und seine Ehefrau Jutta mit im Unternehmen arbeiten, doch auch, weil Giovo den traditionellen italienischen Geist von Unternehmenskultur in seinem Unternehmen, das er im Jahre 1992 übernahm, pflegt. Einige der insgesamt 30 Mitarbeiter sind von Anfang an dabei, die meisten seit über 10 Jahren. Auf Qualität sollte man nämlich nicht bloß bei den Produkten achten, die man vertreibt, sondern auch beim Verhältnis zwischen Mitarbeitern und Firma. "Nur so kann ich meinen Kunden besten Service bieten".


Von der Leidenschaft der Entdeckungen

Der schottische Autor Robert Louis Stevenson bezeichnete Wein als „Poesie in Flaschen“. Und auch Guido Giovo sieht im Wein, speziell den Erzeugnissen aus seinem Heimatland Italien, mehr als bloß die Unterscheidung zwischen edlen teuren Jahrgängen und Hauswein. „Wir haben um die 70 Weinproduzenten in unserem Portfolio. Darunter natürlich auch große Namen. Doch unsere Stärke ist es, auch kleine, unbekannte Winzer zu entdecken.“ Und in der Tat gibt es so einige Perlen, von denen wir uns in unserem Lieblingsrestaurant vielleicht schon das eine oder andere Gläschen gegönnt haben, die ihre Karriere der steten Recherche von Guido Giovo und seinem Team in den Weinanbaugebieten Italiens und Frankreichs sowie auf Messen in Bordeaux oder Verona verdanken. Bestes Beispiel: Das toskanische Weingut Casanova di Neri, eine Entdeckung, die Giovo schon 1985 machte, und dessen 2001er Brunello di Montalcino zum besten Wein der Welt gekürt wurde. Diese Wertung gibt dem feinen Gaumen des gebürtigen Piemontesers Recht, doch nach wie vor zählen für ihn nicht allein die Gläser im Gambero Rosso oder Punkte im Parker. „Im Jahr 2006 habe ich bei der ‚Vinitaly’ einen sizilianischen Produzenten entdeckt. Ich kannte die Traube nur in Cuvées, nicht jedoch als Protagonistin. Als ich den 2005er Catarratto von Ferreri probierte, wollte ich meiner Sensorik kaum glauben.“ Das ist es, was Guido Giovo an seiner Arbeit so viel Freude bereitet: „Ich bin ein Schatzsucher, der es liebt, seine Entdeckungen mit anderen zu teilen.“